Es gibt Dinge, die sich immer wiederholen, wie eine Endlosschleife. Die Auftritte von Bryan Adams in der Frankfurter Festhalle gehören dazu. Wann immer der Kanadier nach Europa kommt, ist ein Konzert in der Gudd Stub der Mainmetropole ein Muss. Das erste Mal war er Anfang der 80er in Frankfurt. Damals, so ist die Legende, habe es Wiener Schnitzel und Kartoffeln gegeben. Das blieb ihm so sehr in Erinnerung, dass er Veganer wurde und das Erlebnis immer noch bei Auftritten am Main erzählt.

Adams vereint die Generationen

Die Songs, die er spielt, sind etwas mehr geworden, wie auch die Falten in seinem Gesicht. Aber sie sind längst nicht so tief wie bei einigen seiner Berufs-Kollegen. Beim Konzert im Juni 2016 fühlte sich alles an wie immer, wenn Adams in Hessen zu Gast ist. Seine Musik ist schon immer zeitlos gewesen. Ein Unterschied ist vielleicht, dass heute statt der Feuerzeuge die Handys in die Luft gehalten werden – auch wegen des Brandschutzes. Und dass in den 80ern die Fans noch jünger waren. Heute gehen bereits zwei Generationen in die Festhalle, denn auch bei jungen Menschen kommt der Adams-Rock prima an.

Manche haben hier ihre Liebe gefunden

Der Summer of 69, das Jahr, in dem der Sänger der Legende nach seine erste Gitarre kaufte und gar nicht aufhören wollte zu spielen, fehlt nie bei den Konzerten. Spätestens jetzt werden die Augen feucht, weil sich so mancher Zuschauer daran erinnert, wie man als Jungverliebte sich umarmend das Lied mitsang. Manche sind heute wieder da, verheiratet, zwei Kinder, ein Haus. Aber wenn sie die Augen schließen und die Stimme hören, die immer rau und weich zugleich ist, dann ist das eine Reise zurück an den Anfang. Und hier schließt sich der Kreis jedes Mal, wenn Bryan Adams in die Festhalle kommt. Seine Konzerte sind so etwas wie ein Ritual, und man hat das Gefühl, selbst die Reihenfolge des Sets hat sich niemals verändert.